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Auslandsdienst

... ist ein gesetzlich erlaubter Ersatzdienst für den Zivildienst im Ausland. Seit 1. Jänner 2016 wird er, ebenso wie andere freiwillige Dienste, im Freiwilligengesetz geregelt, und das brachte einige Änderungen mit sich.

Um einen Auslandsdienst leisten zu können, benötigst du einen positiven Zivildienstbescheid. Dann suchst du dir einen Trägerverein, welcher Auslandsdienste anbietet und bei dem du dich auch direkt für eine Stelle bewirbst. Bei dem jeweiligen Trägerverein erfährst du auch, welche Einsatzstellen aktuell frei sind. Frage nach, bevor du dich bewirbst!

Als Träger kommen nur Organisationen in Frage, die...
  • ihren Sitz im Inland haben,
  • nicht auf Gewinn ausgerichtet sind und
  • Gewähr dafür bieten, dass der Einsatz Wehr-/Zivildienstpflichtiger den Interessen der Republik Österreich dient.
Eine Liste der zugelassenen Träger findest du auf www.freiwilligenweb.at.

Tätigkeitsbereiche: in sozialen oder humanitären Projekten

Dauer: für die Anerkennung als Zivilersatzdienst mindestens 10 Monate

Der Auslandsdienst kann nur geleistet werden:
  • in Einrichtungen zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus (Gedenkdienst). Der Gedenkdienst ist auch in Österreich möglich.
  • im Rahmen von Vorhaben, die der Erreichung oder Sicherung des Friedens im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten (Friedensdienst) dienen oder 
  • im Rahmen von Vorhaben, die der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eines Landes (Sozialdienst) dienen. 

Good to know...

  • Es muss ein Bescheid vorliegen, dass die Zivildienstpflicht eingetreten ist.
  • Wird aus Gründen, die der Zivildienstpflichtige nicht zu vertreten (verschuldet) hat, der Dienst vorzeitig beendet, so wird die bisher absolvierte Zeit, sofern sie zwei Monate übersteigt, auf den ordentlichen Zivildienst angerechnet. 
  • Der Auslandsdiener ist kranken, unfall- und pensionsversichert (übernimmt die Trägerorganisation)
  • Du bekommst ein monatliches Taschengeld von mind. 41,57 EUR bis max. 415,72 EUR (Stand 2016).
  • Du hast weiterhin Anspruch auf Familienbeihilfe (bis 24 Jahre).
  • Unterkunft und Verpflegung werden häufig vom Träger bezahlt, aber nicht immer! Manchmal musst du auch für Unterkunft und Verpflegung selbst aufkommen. Frag diesbezüglich bei deiner Trägerorganisation nach.
  • Die Reisekosten musst du selbst tragen.

... oder Entwicklungshilfedienst?
Auch den Entwicklungshilfedienst kann man im Rahmen des Auslandsdienstes leisten. 
Ein Entwicklungshilfedienst dauert allerdings 2 Jahre! Qualifizierte Personen können hier in einem Dritte Welt-Land an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eines Landes mitarbeiten, z.B. als Maurer in Afrika. Du bekommst dafür Geld, wie bei einem normalen Job, aber du brauchst dafür ebenso die passende Ausbildung.

Links


Hier findest du spannende Erfahrungsberichte zum Thema Auslansdienst.
 

Achtung, lange Vorbereitungszeit: 

Fang mindestens ein Jahr vorher an, deinen Auslandsdienst zu planen und dich bei den verschiedenen Trägerorganisationen zu informieren, ob es freie Plätze gibt!

TiPP:

Auch als Frau kannst du seit 1. Jänner 2016 den Auslandsdienst zu denselben Bedingungen wie Männer leisten!